Campingplatz Black Sea Camping in Georgien

Freiheit und Geborgenheit direkt am Schwarzen Meer

Auf meinem Roadtrip mit dem Motorrad träume ich vor meiner Ankunft mit der Fähre in Batumi an einen Platz direkt am Meer. In die erste Reihe, mit Blick auf den Sonnenuntergang und den Füßen im Sand. Ich wünschte mir einen Campingplatz, an dem ich in der Nacht den Wellen ganz nah bin, auf dem ich mich geborgen fühle und frei…
Und ich suchte ziemlich lange danach.

Die Straße E70 entlang des schwarzen Meeres ist perfekt ausgebaut. Sie führt von Batumi nordwärts mehr oder weniger nahe entlang der Küste und gibt immer wieder den Blick aufs Wasser frei. Du findest Abzweigungen, die auf kleineren Straßen noch näher am Meer und durch kleine Ortschaften laufen. Es gibt viele Beachbars, Strandpromenaden und Restaurants, die zu schönen Pausen einladen.

Wildcampen an der Küste ist überhaupt kein Problem

Georgier und Russen campen offenbar gerne einfach so zwischen den Bäumen und es scheint kein Problem zu sein, sich in dem Pinienwald zwischen Straße und Strand häuslich einzurichten: ich sehe viele Zelte. Auch neben Strandtavernen oder auf Wiesen lassen sich viele Camper (im Zelt oder Wohnmobil) nieder – wie schön entspannt.

Aber ich bleibe stur, suche weiter nach “meinem” Platz (mit Dusche!), fahre immer weiter gen Norden, denn ich will etwas ganz bestimmtes: Ich will in die allererste Reihe! Und als ich schon fast aufgebe, folge ich einem handgemalten Schild und entdecke den Platz meiner Träume:

Black Sea Camping am Schwarzen Meer, nahe Ureki

Camping Genuss pur direkt am Strand des Schwarzen Meeres


Auch wenn ich etwas zögerlich das verschlossene Tor öffne, weil der Platz etwas verwaist aussieht – als ich mit einem Lächeln begrüßt werde, weiß ich, dass dies der Campingplatz ist, den ich gesucht habe. Und dass ich erstmal bleiben will.

Im kleinen, sauberen Sanitärgebäude erfrischt mich die super Dusche, nebenan ist ein kleiner Minimarkt (mit sooo leckerem “Katchapuri”!!) und wie gewünscht perlen mich die Wellen durch die Nacht. Ich bin im Glück.

Freies Wifi im kleinen Hüttchen lässt mich den ganzen Tag wunderbar im Schatten arbeiten. Und in der nahen Strandbar mache ich Mittagspause mit leckerem Essen und einem tollen alkoholfreien Belohnungs-Cocktail.

Ich könnte mir auch ein Tretboot ausleihen. Oder ein Surfbrett. Oder den ganz langen, fein-sandig schwarzen Strand entlang spazieren… Oder in dem seichten glasklaren Meer plantschen – ich bin hier einfach frei.

Ja, der Black Sea Camping ist ein bisserl rudimentär. Aber ich finde ihn genau deswegen perfekt! Und ich wünsche dem sympathischen Lado weiterhin glückliche Gäste, die sich gerne voller Dankbarkeit auf der “Wall-of-fame” auf der Aussenmauer verewigen möchten…

Nachtrag:
Auch auf meinem 3-monatigen Roadtrip 2022 mit meinem Buchanka durfte ich einen Schlenker nach Georgien machen. Und obwohl ich ausgesprochen selten einen Campingplatz zum zweiten Mal besuche, habe ich mich schon Tage vorher auf den Black Sea Camping gefreut. (Und bin fast ausgeflippt, als ich wieder auf “meinem” Platz in der ersten Reihe parken durfte.) Ach. So schön.

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