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Inverter Generator – Strom mit Benzin

Als extrem neugierige Nase habe ich natürlich nicht abgelehnt, als mir die Firma DENQBAR einen Inverter Generator zum Testen angeboten hat. Also habe ich mir das Modell mit 2,8 kW (also das mittlere Leistungsangebot) auf einen Kurztrip mitgenommen, um auszuprobieren, ob es für mich eine Variante der eigenen Stromerzeugung sein könnte. Nachdem ich mich jahrelang mit dem Thema Strom herumgeplagt hatte, möchte ich nichts unversucht lassen, um autark und sorglos frei stehen zu können.

Technische Fakten zum Inverter Generator

Als Beispiel dient hier mein DENQBAR Test-Modell, das für den klassischen Wohnmobil-Nutzer die richtige Leistung bietet.
Maße: Länge: 570 mm, Breite: 290 mm, Höhe: 490 mm
Leergewicht: ca. 27 kg
Leistung: 2,8 kw, also 4 PS mit 149 cm3 Hubraum: 7 Liter Tankinhalt reichen für ca. 14 Std. Laufzeit

Die Anwendung

Vorteile:
» Praktische Stromerzeugung: Generator rausstellen, anwerfen (entweder mit Seilzug, oder wie bei meinem Modell sehr komfortabel mit Zündschlüssel), 220V Kabel in die Steckdose einstecken und über die Außensteckdose ins Bordnetz des Wohnmobils einspeisen.
» Stromverbraucher, die unbedingt innerhalb des Wohnmobils am Bordnetz hängen, können auch direkt an der Steckdose des Generators eingesteckt werden (Laptop, Werkzeug, Heißluft-Föhn zum Grillanheizen…)
» Der Treibstoff (in meinem Fall Benzin – es gibt aber auch Diesel- und Gas-Generatoren) kann quasi überall am Wegesrand nachgekauft und in üblichen Kanistern transportiert werden.
» Die Anschaffungskosten sind nicht geschenkt, aber relativ überschaubar.
» Generatoren sind sehr variabel einsatzbar, wo Strom gebraucht wird – also auch bei der Gartenarbeit, für Autoreparaturen oder auf Parties…

Nachteile:
» Naturgemäß lärmt ein 4-Takt-Motor. Trotz “gekapselter Bauweise” verursacht mein 2,8 kW Modell etwa 56 dB: das entspricht einem PKW im Leerlauf. Bei geschlossener Bustüre harmoniert das Geräusch mit dem Kühlschrankbrummen. Wenn ich mich allerdings draussen aufhalte, muss für mein Empfinden der Generator wirklich weit weg stehen, um ihn nicht mehr zu hören. Ich schätze, dass bei absoluter Stille mein 50 Meter Kabel nicht ganz reichen wird… Bei leichtem Meeresrauschen haben 30 Meter genügt, dass ich den Motor nicht mehr wahrgenommen habe, als er meine Batterie übers Bordnetz aufgeladen hat.
» Das heisst: kein Campingplatz-Nachbar würde klaglos das Geräusch hinnehmen, das ich mit dem Generator verursache. Um Strom zu erzeugen, muss ich also wirklich auf einsamen Pläzen stehen. (Und ob ich mir dort selbst die Ruhestörung zumuten möchte, ist ausgesprochen fraglich…)
» Es ist zusätzlicher Stauraum für das (relativ große) Gerät nötig, der zudem gut erreichbar sein muss. Mein Modell ist mit etwa 30 kg (inkl. Tankfüllung) ziemlich unhandlich und muss deswegen nahe an der Ladekante stehen. (Immerhin hat er Rollen, dass ich ihn weiter weg ziehen kann, wenn er dann mal draussen steht).
» Der Generator ist ein klassischer Verbrennermotor, der Abgase erzeugt. Abgesehen vom Umweltaspekt muss deswegen bei der Platzierung auf die Windrichtung geachtet werden, um nicht in der Auspuff-Luft zu sitzen.

 

Cool Camping Wohnmobil Fazit

Der Inverter Generator ist eine wunderbare Stromerzeugung für (Langzeit-)Reisende, die stets weit ab aller Anderen stehen, also nicht auf Lärmbelästigung achten müssen. Perfekt auch für dienjenigen, die dabei unbedingt wetter-/ tageszeitunabhängig sein und für ihre Energie den Treibstoff idealerweise überall nachkaufen wollen.
Ich persönlich fand den Test interessant, weil das Handling unkompliziert und komfortabel ist – abgesehen davon, dass man auch hier bei jedem Platzwechsel Ab- bzw. Aufbauarbeit hat (im Gegensatz zu einer Brennstoffzelle oder festen Solarmodulen). Aber aus Umweltgründen (mein CO2-Ausstoß während der Fahrerei ist schon fragwürdig genug) und hauptsächlich wegen des Lärms und der Abgase kommt für mich diese Form der Stromerzeugung nicht in Frage.